Auf dieser Seite finden Sie unsere Artikel und Inhalte, die 2021 in den Asperger Nachrichten veröffentlicht wurden.

 

 

Ohne Atomausstieg keine Energiewende

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 30.06.2022)

Die Konservativen liegen falsch: Nukleartechnik kann nichts zur Energiewende beitragen. Das geht ohne Atomstrom viel besser, günstiger, schneller und sicherer. Die Energiewende gibt es nicht trotz, sondern wegen des Atomausstiegs.

Die Reihenfolge sei falsch, hört man aus der konservativen Ecke. Der Atomausstieg sei zwar nicht grundfalsch, von der überwältigenden Mehrheit der Bevölkerung gewünscht und Konsens in Lande. Aber zuerst die Atommeiler und dann die Kohlekraftwerke abzuschalten, sei für den Klimaschutz widersinnig. Jetzt wird der Krieg in der Ukraine als Begrünung genommen, die Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Doch es fehlt nicht an Strom, sondern an Gas. Grundlastkraftwerke, wie AKW, blockieren die erneuerbaren Engergien. Zudem, so die Grünen in Asperg, kommen nahezu 50% des Urans aus russischen Fabriken. Wohl auch keine Alternative.

Sylvia Kottig-Uhl erläutert:

Vergessen werden bei dieser Argumentation gerne die guten Gründe, die zum gesellschaftlichen Konsens des Atomausstiegs geführt haben. Die nicht sichere Beherrschbarkeit einer sehr gefährlichen Technologie, die in verheerende Unfälle mündete, und die kaum zu lösenden Atommüllprobleme. Von den gewaltigen ökonomischen und gesellschaftlichen Kosten ganz zu schweigen.

Es gibt aber noch einen wesentlichen Grund, weshalb der Atomausstieg für Deutschland und die Welt ein Glücksfall war: Ohne ihn gäbe es die Erfolgsgeschichte der Energiewende und den rasanten Aufstieg der erneuerbaren Energien nicht. Oder zumindest nicht in dieser Schnelligkeit.

Hierzulande war die Energiewende als Teil des gesellschaftlichen Konsenses lange Zeit nicht auf den Kohleausstieg fokussiert, sondern auf den Atomausstieg. Ziel der rot-grünen Bundesregierung Anfang der 2000er Jahre war es, die wegfallenden Strommengen nicht durch fossile, sondern durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Anders als  die Konservativen es darstellen, spielten Klimaschutz und die Verhinderung von Emissionen schon damals eine entscheidende Rolle.

Um Alternativen zu Kohle und Atom zu schaffen, brachte Rot-Grün dafür das innovativste und wirkungsvollste Instrument auf den Weg, weltweit von Expert:innen gefeiert und vielfach kopiert: das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die wahnsinnigen Kostensenkungen im Bereich der Photovoltaik und bei Windrädern wurden in Deutschland, mit unseren Forschungsgeldern und Subventionen angefacht und zum Großteil bezahlt. Die Entwicklung der sauberen Energietechnologien wurde früher und stärker vorangetrieben als anderswo auf dem Globus.

Mittlerweile sind Solaranlagen und Windräder in vielen Regionen der Welt bereits die günstigste Form der Stromerzeugung und die Entwicklung ist noch längst nicht am Ende angelangt. Atomkraftwerke und Kohlemeiler gehen vielfach nicht aus Klimaschutzgründen vom Netz, sondern weil erneuerbare Energien schlicht billiger sind.

Unflexible Großkraftwerke werden immer weniger gebraucht

Dieser Einstieg in die Zukunft hängt mit dem Ausstieg aus der Atomkraft zusammen. Ohne den Druck, saubere Energietechnologien entwickeln zu müssen, und ohne staatliche Förderungen wäre Deutschland heute nicht bei einem Anteil von 43 Prozent sauberem und sicherem Strom angekommen und wären die Erneuerbaren im Jahr 2021 nicht die konkurrenzfähige Alternative zur fossilen Energiewirtschaft, die wir alle im Kampf gegen die Klimakrise dringend benötigen.

Natürlich wäre auch ohne deutsches Zutun der Durchbruch der erneuerbaren Energien irgendwann erfolgt. Genauso sicher ist allerdings, dass ohne den Atomausstieg diese Technologien nicht auf dem heutigen Entwicklungsstand wären.

Eine ganze Generation Wissenschaftlerinnen, Umweltaktivisten und Politikerinnen hat auch aus ihrer Ablehnung gegenüber der Atomkraft heraus die erneuerbaren Energien zu der wirkungsvollen Alternative werden lassen, auf die Deutschland und die Welt nun den Weg zur Klimaneutralität aufbauen.

Die Energiewende gibt es nicht trotz, sondern wegen des Atomausstiegs. Sich nun zum Zwecke des Klimaschutzes dieser alten Technologie wieder bedienen zu wollen, ist verkehrt. Den Ausstoß von Treibhausgasen senken können erneuerbare Energien besser und effizienter.

Anders als die Atomtechnologie hat sich zudem der Strommarkt stark weiterentwickelt. Wir bewegen uns weg von unflexiblen fossilen und atomaren Großkraftwerken, hin zu intelligent vernetzten Erneuerbaren-Kraftwerken und Speichersystemen. Wer die Lebenszeit von schwerfälligen Großkraftwerken künstlich verlängert, verstopft die Netze und verschleppt die Energiewende.

In den neuen flexiblen, dezentralen Strukturen können erneuerbare Energien und Speicher so aufeinander abgestimmt werden, dass sie zu jeder Zeit den Strombedarf decken. Wissenschaftliche Berechnungen hierfür gibt es zuhauf. Und an den Zahlen der Bundesnetzagentur kommt auch die Union nicht vorbei: Noch nie war die Versorgungssicherheit in Deutschland höher, und das bei über 60 Prozent Ökostrom etwa im ostdeutschen Netz.

Nun müssen wir den zweiten Schritt gehen und bis zum Ende des Jahrzehnts den Ausstieg aus der Kohle vollenden. Die passenden Technologien haben wir bereits, dank des Atomausstiegs.

4 Milliarden Euro für natürlichen Klima- und Artenschutz

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 23.06.2022)

Win-Win für Klima und Natur

Moore, Auen, Feuchtgebiete sowie Meere und Küsten sind zugleich exzellente Klimaschützer und wertvolle Naturlandschaften. Dennoch fielen viele dieser außergewöhnlichen Lebensräume in den vergangenen Jahrzehnten Torfabbau, Intensivlandwirtschaft, Kanalisierungen und Verkehr zum Opfer, noch immer sind viele gefährdet.

Sobald diese Landschaften ihr Gleichgewicht verlieren, entweichen enorme Mengen klimaschädliche Gase, die zuvor in ihnen gespeichert waren, in die Luft. Diese Entwicklung müssen wir schnellstmöglich umkehren, wenn wir die Erderwärmung wirksam begrenzen und verhindern wollen, dass immer mehr Arten bedroht sind oder gar aussterben.

 

Moore sind Kohlenstoffspeicher

Der größte Handlungsdruck liegt auf dem Schutz der Moore. In Deutschland sind 92 Prozent der Moorböden entwässert und die wenigen noch naturnahen und ungenutzten Mooren leiden an Wassermangel. Das führt dazu, dass sie mit etwa 53 Millionen Tonnen fast sieben Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands verursachen.

Daher müssen diese Ökosysteme endlich als Kohlenstoffspeicher wie auch als Naturräume geschützt und gestärkt werden. Wir brauchen schleunigst einen stabilen Landschaftswasserhaushalt für Moore, Auen und Feuchtgebiete. Entwässerungsgräben gehören zurückgebaut, Torfabbau beendet, die landwirtschaftliche Nutzung umgestellt, Küsten geschützt.

Diese Maßnahmen sind riesige Herausforderungen und eine Gemeinschaftsaufgabe für viele Träger. Zukunftsfähige Lösungen funktionieren nur mit den Land- und Gewässernutzern vor Ort. Selbstverständlich auch: natürlicher Klimaschutz ist nur mit zuverlässiger und langfristiger Finanzierung möglich.

 

Aktionsprogramm des Bundes

In der Ampelkoalition gehen die Grünen diese Herausfoderungen mit dem "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" jetzt endlich an. In den nächsten vier Jahren wollen wir damit Moore renaturieren, stabile Wasserhaushalte wiederherstellen, Waldökosysteme und marine Lebensräume aufwerten.

Darüber hinaus brauchen diese Maßnahmen ein gutes Monitoring und eine wissenschaftliche Begleitung, denn gesammelte Erfahrungen sind wertvolle Schätze für künftige Projekte. Das Aktionsprogramm gibt die Verantwortung für die Umsetzung dorthin, wo sie am besten aufgehoben ist - an die Akteure vor Ort. Ländervertreter, Kommunen, Nutzer und Umweltschützer müssen sich an einen Tisch setzen, um Natur und Klima bestmöglich zu schützen.

Mit den Stimmen von Grünen, SPD und FDP hat der Bundestag nun den völlig neuen Haushaltstitel „Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz“ mit einem Umfang von vier Milliarden Euro beschlossen. Bereits in diesem Jahr können die ersten Gelder aus diesem Titel fließen - und jeder Euro davon ist eine erstklassige Zukunftsinvestition. 

Asperg muss seinen Beitrag dazu leisten. Der Erhalt und die Revitalisierung der Biotope durch den landesweiten Biotop Verbundplan sind eine gesetzliche Aufgabe der Stadt.

Dr. Sandra Detzer im Dialog

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 15.06.2022)

 

Unsere Bundestagsabgeordnete Dr. Sandra Detzer besuchte gemeinsam mit dem Sprecher des Ortsverbandes der Grünen in Asperg Samuel Staiger, vergangen Woche  Steuerberater Thomas Binder.

Mit seinen 25 Mitarbeitern betreut der gebürtige Asperger Thomas Binder vor allem Betriebe aus den Bereichen Hotellerie, Handwerk sowie Pflegeheime und Sozialastionen und ist seit über 15 Jahren hier vor Ort tätig. Dr. Sandra Detzer sitzt in Berlin im Wirtschafts- und Finanzausschuss und zählt Unternehmensbesteuerung zu Ihren Schwerpunkten. Aktuelle Themen wie Übergewinnsteuer, Grundsteuerreform und die Besteuerung von Kirchengemeinden waren Bestandteil des regen Austausches.

Frau Dr. Detzer bedankte sich bei Thomas Binder für den umfangreichen Einblick in seine Arbeit und seine fachliche Expertise.

Der Berg hat wieder gerufen und alle sind gekommen - auch Überraschungsgäste

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 02.06.2022)

Am vergangenen Vatertag war es endlich wieder so weit: das traditionelle Open Air Bergfest der Grünen in Zusammenarbeit mit der Schubart Stube auf dem Hohenasperg. Nach zwei Jahren Corona Pause konnte das Fest endlich wieder stattfinden.

Pünktlich um 11 Uhr spielte die Band Acustic Quartett zum Weißwurstfrühstück auf.

Dazu gab es wie immer eine Rote Wurst vom Grill, Kaffee und Kuchen, sowie Speisen von der Schubart Stube. Ein Leckerbissen waren dieses Jahr vegetarische und non vegi Buritos, original mexikanisch zubereitet.

Das Wetter war etwas kühl und windig. Dunkle Wolken sahen immer wieder nach Regen aus. Aber der guten Laune tat dies keinen Abbruch. Unsere Gäste kamen zahlreich von überall her.

Auch unsere Bundestagsabgeordnete Sandra Detzer war gekommen, um dieses Fest auf dem Berg zu genießen. Und das Wetter wurde immer besser, so dass am Abend auch die Sonne strahlte.

Auch ein weiterer Überraschungsgast erschien. Unser Landwirtschaftsminister Cem Özdemir war mit Can Dündar und weiteren Gästen auf den Berg gekommen, um im Museum die Ausstellung "Hohenasperg - ein deutsches Gefängnis" zu besuchen.

Begleitet von Bürgermeister Eiberger und geführt von Dr. Franziska Dunkel zeigte sich Cem sehr beeindruckt. Leider hatte er keine Zeit für einen echten Besuch unseres Bergfestes. Wir hoffen, er holt das einmal nach.

Wir danken allen Helferinnen und Helfern, den KuchenbäckerInnen und der Schubart Stube unter Leitung von Frau Ade für dieses tolle Bergfest. Auf eine Neues im Jahr 2023.

Fotos: D. Bäßler

Das 9-Euro-Ticket ist seit Montag im Verkauf - weitere Entlastungen beschlossen!

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 25.05.2022)

Wegen der enorm gestiegenen Energiepreise brauchen die Menschen kurzfristige und direkte Unterstützung. Deshalb hat die Bundesregierung ein umfangreiches Entlastungspaket beschlossen, das auf die gesamte Breite der Gesellschaft zielt und besonders für Menschen mit geringem Einkommen, für Familien, Arbeitnehmer*innen und Unternehmen wirkt.

Wir sorgen damit für einen Sicherheitsanker in stürmischen Zeiten. Langfristig hilft gegen die immer weiter steigenden Energiepreise jedoch nur der schnellstmögliche Ausbau der Erneuerbaren Energien und das Ende der Abhängigkeit von fossilen Energien.

 

Kurz- und mittelfristig unterstützen wir die Menschen mit folgenden Maßnahmen:

  • Das 9-Euro-Ticket für Juni, Juli und August. 90 Tage lang für 9 Euro monatlich mit dem Nah- und Regionalverkehr durch ganz Deutschland fahren.  Das bedeutet eine große finanzielle Entlastung für viele Menschen. Neben der kurzfristigen Entlastung durch das 9-Euro-Ticket setzen wir uns auch langfristig dafür ein, dass mehr Menschen auf klimafreundliche Alternativen zum Auto umsteigen können. Deswegen wollen wir den ÖPNV ausbauen und attraktiver machen — besonders im ländlichen Raum. So können wir die Zahl der Nutzer*innen langfristig nachhaltig steigern.

  • Die EEG-Umlage - und damit die Stromrechnung der Verbraucher*innen - wird bereits im Juli gesenkt.

  • Vom höheren Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.200 Euro profitieren alle Arbeitnehmer*innen.

  • Der Grundfreibetrag der Einkommens­teuer wird bereits im Sommer angehoben.

  • Wer eine existenzsichernde Leistung bekommt, erhält eine Einmalzahlung von 100 Euro zur Grundsicherung.

  • Der Kindersofortzuschlag kommt und er geht genau an die Familien, die ihn brauchen.

  • Die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro kommt vielen Geringverdienenden zugute.

  • Mit einem vierten Corona-Steuergesetz unterstützen wir vor allem Unternehmen durch eine Entlastung von Bürokratie und Abgaben.

  • Beschäftigte und Unternehmen unterstützen wir durch die Verlängerung der Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld.

  • Die bereits für 2024 beschlossene Erhöhung der Pauschale für Fernpendler*innen wird auf dieses Jahr vorgezogen. Und für die Zukunft ordnen wir sie sozial und ökologisch wirksam um.

  • Wer Wohngeld bekommt, studiert oder Azubi ist, bekommt einen einmaligen Heizkostenzuschuss.

 

 

Jahreshauptversammlung im Ortsverband Asperg - neuer Vorstand gewählt

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 19.05.2022)

Am 13. Mai fand im Osterholz bei Emy´s die Jahreshauptversammlung statt. Nach zwei Corona Jahren ohne Versammlung und ohne Wahlen im Vorstand, war es Zeit, eine ordentliche Mitgliederversammlung durchzuführen.

Durch die Corona Beschränkungen wurde zweimal auf eine Versammlung verzichtet, der bisherige Vorstand und der Kassierer blieben im Amt.

Nun zur Wahl am vergangenen Freitag sind Renate Burkardt und Michael Klumpp nicht mehr angetreten.

Nach 12 jähriger Amtszeit als Vorsitzender des Ortsverbandes erklärte Michael, dass es Zeit sei, neue, junge Kräfte mit dem Vorsitz zu beauftragen.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte Frank Zabbe eine ordentliche Kassenlage bescheinigen. Die beiden Jahre ohne Veranstaltungen und Einnahmen machen es aber erforderlich, dass der OV weiter sparsam wirtschaftet. Nächstes Jahr zum 40jährigen Jubiläum und 2024 mit der Kommunalwahl werden die Ressourcen beansprucht werden. Eine ausreichende Rücklage ist daher erforderlich.

Michael brachte in seinem letzten Rechenschaftsbericht einen kleinen Rückblick auf 12 Jahre Vorstandsarbeit. Von 2009 bis 2022 wurde im OV viel erreicht. Ein guter Ortsverband mit aktiven Mitgliedern und ein gutes Team im Vorstand sind mit ausschlaggebend für die starke Resonanz, die die grüne Politik in Asperg hervorbringt. Dafür vielen Dank!

Nachdem der Vorstand entlastet wurde, hat die Mitgliederversammlung Stefan Köhler zum Wahlleiter gewählt. Stefan ist unser Experte für Satzungen und Wahlen. So konnte alles ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Als Kassierer wurde erneut Frank Zabbe gewählt. Zum Vorstand beworben haben sich Samuel Staiger, Karin Lakotta, Max Mayer und Michael Stegmüller. Weitere Bewerbungen lagen nicht vor.

Gewählt wurden als Vorstand des Ortsverbandes: Samuel, Karin, Michael und Max. Frank ist als Kassierer automatisch Mitglied im Vorstand.

Cleo Becker vom Kreisverband Ludwigsburg war auch zur Jahreshauptversammlung gekommen. Sie berichetet über das neue Grüne Haus in Ludwigsburg, wo neben Sandra Detzer und Silke Gericke auch der Kreisverband einziehen wird. Cleo bedankte sich im Namen des Kreisverbandes ebenfalls bei den beiden ausscheidenden Vorständen Renate und Michael für ihr jahrelanges engagiertes Arbeiten in Asperg und für die Grünen.

Nach einer kurzen Aussprache unter den Mitgliedern schloß der Abend gemütlich. Wir wünschen den neu gewählten (aber schon bewährten) Vorständen ein glückliches Händchen und viel Unterstützung durch die MitgliederInnen.

Eröffnung des GRÜNEN Hauses in Ludwigsburg

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 05.05.2022)

Bildmitte: Sandra Detzer MdB und Silke Gericke MdL

Am 30. April war es endlich soweit. Das Grüne Haus in Ludwigsburg wurde eröffnet. Dort in der Lindenstraße 16 befindet sich jetzt das Wahlkreisbüro von unserer Landtagsabgeordneten Silke Gericke MdL und das Büro im Wahlkreis Ludwigsburg von Dr. Sandra Detzer MdB unserer Bundestagsabgeordneten. Demnächst zieht der Kreisverband der Grünen mit ein und schließlich wird auch der Ortsverband der Grünen der Stadt Ludwigsburg dort ansässig sein.

Viele Gäste aus den Ortsverbänden und der Kreistagsfraktion waren gekommen, zahlreiche Bürgermeister und die beiden weiteren Abgeordneten aus dem Landkreis Markus Rösler und Tayfun Tock. Mit ihren Eröffnungsreden machten die beiden Politikerinnen deutlich, dass das Büro in der Lindenstraße ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Diskussion sein soll. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger an die Abgeordneten wenden und sich informieren. Für die Ortsverbände wird das Büro des Kreisverbandes eine wichtige Anlaufstelle bilden.

Eine kleine Delegation des Vorstandes des Ortsverbandes Asperg mit Michael Stegmüller, Samuel Staiger und Michael Klumpp sind zur Einweihung gekommen und haben gratuliert zu diesem gelungenen Ort, an dem sich jetzt die Grünen präsentieren.

Danke für die Markungsputzete!

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 28.04.2022)

Am letzten Samstag fand der Ausweichtermin für die Säuberungsaktion unserer Gemarkung statt. Ein kleine, aber schlagkräftige Truppe von 5 Grünen haben den Osterholzwald, die Fläche beim Waldhaus, die Neckar Straße und Im Waldeck gesäubert.

vier HelferInnen

Wie immer Zigaretten-Schachteln, Kaffeebecher, Glas, Dosen, Taschentücher, Plastiktüten, natürlich auch Schutzmasken. Neu war diesmal eine rießige Zahl sogenannter Dieselhandschuhe von der Shell Tankstelle.

der sog. Dieselhandschuh
Verpackungsmüll

Die ganze Neckarstraße war links und rechts der Straße mit mehreren Dutzend der Plastikhandschuhe übersät. Da ist etwas schief gegangen. Wir werden die Tankstelle bitten, besser auf den Abfall aufzupassen, damit das Plastik nicht in der Landschaft landet.

Vielen Dank an die Helfer und die Stadt für´s organisieren und das anschließende Vesper für die vielen Helfer. Hoffentlich haben wir lange etwas von der sauberen Gemarkung.

IPCC-Bericht: Wir müssen das Ruder herumreißen!

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 13.04.2022)

Zum dritten und letzten Teil des IPCC-Berichts erklärt Lisa Badum, Obfrau im Ausschuss für Klimaschutz und Energie:

Die traurige Wahrheit ist: Die CO2-Emissionen sind seit dem letzten IPCC-Sonderbericht 2018 unvermindert weiter angestiegen. Auch Corona-Sondereffekte konnten dies nicht stoppen. Unsere Wirtschaft hängt weiter am gefährlichen Tropf der schmutzigen Energien. Dabei zeigt der Bericht, dass die positiven Wirkungen von Klimaschutzmaßnahmen auf das Wirtschaftswachstum noch größer sind, als bislang angenommen wurde.

Es ist keine Überraschung, dass der IPCC-Bericht die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energien als wichtiges Instrument zur Verringerung von CO2-Emissionen und damit als ein zentrales Element im Kampf gegen den Klimawandel benennt. Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie, wie es im Osterpaket vorgesehen ist, gewinnen wir gleich doppelt: Weniger CO2, weniger Abhängigkeit von fossilen Energien autokratischer Regime.

Mit der heutigen Einigung von Umweltministerium (BMUV) und Klimaschutzministerium (BMWK) zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie an Land, ist auch das letzte Argument gegen mehr Windkraft ausgeräumt. Einzelne Ministerpräsidenten wie in Bayern und NRW dürfen sich keinesfalls länger gegen den Ausbau stemmen. Ihr Verhalten schadet allen und hemmt Maßnahmen, die längst überfällig sind.

Neben unseren regionalen, nationalen und europäischen Anstrengungen ist Klimaaußenpolitik jetzt mehr denn je überlebenswichtig. Wir brauchen neue verlässliche Partner, die mit uns gegen die globale Klimakrise kämpfen und eine sichere und CO2-neutrale Energieversorgung aller vorantreiben. Die Weltgemeinschaft ist vom Ziel der Treibhausgasneutralität noch weit entfernt.

Deutschland hat nun mit einer glaubwürdigen nationalen Klimapolitik endlich die Chance, seinen Beitrag zu leisten und seiner globalen Verantwortung gerecht zu werden.

Auch die weiteren technologischen Ansatzpunkte der Berichtverfasser*innen decken sich mit unseren Kernforderungen, beispielsweise nach mehr Energieeffizienz. Hier könnten wir schon viel weiter sein, aber die große Koalition hat jahrelang unternommene Anstrengungen blockiert. Das werden wir jetzt ändern. Wir werden jetzt schnell mit den alten Mustern brechen und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Nur dann können wir guten Gewissens die Bürgerinnen und Bürger dazu aufrufen, mitzuziehen und mit persönlichen Verhaltensänderungen ihren Beitrag zu leisten - durch die bewusste Wahl von Nahrungs- und Verkehrsmittel, durch verantwortungsbewusstes Heizen und weniger Abfallproduktion.

Asperg hat sich auf den Weg gemacht: Der Klimaschutzmanager hat ein 91 Punkte starkes Klimaschutzkonzept (AKEK) erstellt, das der Gemeinderat verabschiedet hat. Eine 50% Kraft für die Klimaneutrale Verwaltung wird ausgeschrieben, ein Wärmeplan (Konzept für die klimaneutrale Wärmeversogrung für ganz Asperg) wird im Konvoi mit Tamm, Markgröningen und Möglingen durch großzügige Förderung des Landes noch dieses Jahr ausgeschrieben. Die Quartieruntersuchung im Osterholz ist in den Startlöchern. Die Straßenbeleuchtung wird noch dieses Jahr in sparsame LED Beleuchtung umgestellt.

Als nächstes müssen wir uns um den enormen Energieverbrauch im Freibad kümmern. Dort wird rund 1/4 der städtisch eingekauften Energie verbraucht. Eine Lösung ist machbar. Denn der CO2 Ausstoß muss klimaneutral werden und der Gasverbrauch, der letztlich den Krieg finanziert, muss vermieden werden. Zwei gute Gründe, für eine schnelle Lösung. Machen wir uns daran.

 

Ostergrüße

Wir wünschen allen Aspergerinnen und Aspergern frohe und gesegnete Ostern!

Fraktion und Vorstand: Gerlinde Bäßler, Michael Klumpp, Anke Albert, Steffen Zimmermann, Klaus Gienger, Max Mayer, Renate Burkhardt, Samuel Staiger, Karin Lakotta, Frank Zabbe, Michael Stegmüller und Kreisrat Jürgen Walter

Bundestagsabgeordnete Dr. Sandra Detzer zu Besuch in Asperg

(veröffentllicht in den Asperger Nachrichten am 07.04.2022)

Begleitet von den Aspergern, Gerlinde Bäßler, Michael Klumpp und Samuel Staiger besuchte die Bundestagsabgeordnete Dr. Sandra Detzer am 31.03.2022 die Stadt Asperg.Auf dem umfangreichen Programm stand zuerst ein Besuch im Asperger Rathaus. Im Büro von Bürgermeister Eiberger tauschten sich die Gesprächspartner:innen über aktuelle Themen wie Flüchtlinge aus der Ukraine, Förderungen und Bürokratiehürden aus.

Anschließend begab sich die Gruppe um Dr. Detzer und Bürgermeister Eiberger zu Fuß auf den Weg zum Familienbüro nahe dem Bürgergarten. Das Familienbüro wurde von der Fraktion der Grünen schon 2010 beantragt.

Die Leiterin Frau Haas empfing die interessierten Gäste in Ihrem Haus. Hier finden Familien, Alleinerziehende, Senior:innen, Schwangere und alle anderen eine Anlaufstelle für Ihr Anliegen.

Frau Dr. Detzer war beeindruckt wie die Leiterin, Frau Haas die unterschiedlichsten Angebote aufspürt und koordiniert. Sie bedankte sich für den gelungenen Einblick.
Danach ging es zum Austausch mit dem führenden Hotelier und Gastronom vor Ort, dem Inhaber des Adlers in Asperg.
Christian Ottenbacher feiert dieses Jahr sein 125 jähriges Jubiläum. Eine Erfolgsgeschichte gekrönt von vielen Sternen. Wer ihm zuhört, wie er unter anderem die Corona-Zeit meistert, weiß warum.

Frau Dr. Detzer ist mit vielen Eindrücken aus unserer lebendigen Stadt gegangen und kennt nun auch die Geschichte des Asperger Esels.
Sie freut sich auf weitere Besuche in Asperg.

Fotos: S. Staiger

Der 31. Radmarkt war außergewöhnlich

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 07.04.2022)

Leider hat es der April nicht gut mit uns gemeint. Der erste Fahrradmarkt nach 2 Jahren Pause sollte ein Neuanfang werden. Doch das Wetter spielte nicht mit. So kamen zwar viele Angebote auf den Markt. Von allem etwas und viele tolle Fahrräder. Doch am Ende fehlten die Kunden, Besucher und Interessierte.

Nur das Team ließ sich davon nicht abschrecken. Vielen Dank an alle Helfer. Auf ein Neues im Jahr 2023.

Orientierung und Halt in schwierigen Zeiten

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 24.03.2022)

100 Tage sind wir nun Teil der neuen Regierung. Dabei gab es keine Schonfrist: Die Ampel ist als Modernisierungskoalition angetreten und wir mussten quasi sofort ins Krisenmanagement einsteigen.

Tagtäglich ringen wir um die besten Antworten: Die Corona-Krise ist längst nicht überwunden, Putins grausamer Krieg in der Ukraine stellt den Frieden in Europa in Frage, Klima- und Energiekrise machen einen Umstieg auf Erneuerbare dringender denn je. Diesen und vielen weiteren Herausforderungen stellen wir uns – in unseren Ministerien, als Partei und im Bundestag, auf europäischer Ebene und in den Ländern.
Noch stehen wir als Teil der neuen Ampel ganz am Anfang der gemeinsamen Regierungsarbeit. Doch schon jetzt haben wir einiges erreicht:

Klimaschutz ist zur Querschnittsaufgabe der gesamten Regierung geworden. Mit dem beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren rücken wir dem Ziel, von fossiler Energie endlich unabhängig zu werden, täglich Schritt für Schritt näher. Das schützt das Klima und stärkt unsere Souveränität, schafft Sicherheit und schmälert nicht zuletzt die Kriegskasse von Wladimir Putin.

Gerade werden innerhalb der Ampel-Koalition und auch im Bundestag intensive Gespräche über ein weiteres Entlastungspaket geführt. Die gestiegenen Preise treffen alle Menschen in Deutschland. Uns sind bei alledem drei Kriterien besonders wichtig: Nach dem ersten Entlastungspaket müssen auch die Maßnahmen des zweiten umfassend, marktwirtschaftlich sinnvoll und sozial gerecht sein. Die hohen Preise belasten nämlich besonders jene Menschen, die ohnehin aufs Geld schauen müssen.
Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass bei allen Überlegungen das Ziel der Energieeffizienz konsequent mitgedacht wird. Wir haben dafür konkrete Vorschläge, allen voran das Energiegeld. In diesem Sinne verhandeln wir und sind auf einem guten Weg. Den Gesetzentwurf zum Heizkostenzuschuss werden wir noch in dieser Woche im Parlament abschließen. Konkret konnten wir noch mal eine Verdoppelung des Zuschusses im Verhältnis zum Kabinettsentwurf von 135 auf 270 Euro heraus verhandeln. Ein weiterer Erfolg, der ohne uns Grüne so nicht zustande gekommen wäre.
Die ersten 100 Tage zeigen: In Zeiten grundlegenden Wandels haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diesen nicht kleinzureden, sondern zu gestalten. Wenn wir Veränderung einfach geschehen lassen, führt sie schnell zum Bruch. Indem wir Veränderung hingegen aktiv begleiten, geben wir Orientierung, Sicherheit und Halt. Nach Jahren, in denen die großen Herausforderungen unserer Zeit oft nur vertagt wurden, sorgen wir mit ganzer Kraft dafür, dass die Bundesregierung wieder anpackt, sich wieder etwas zutraut und dass auch die Menschen ihr wieder etwas zutrauen. Dabei handeln wir pragmatisch und scheuen vor schwierigen Entscheidungen nicht zurück. Zugleich bleiben wir unseren Grundüberzeugungen treu und behalten die langen Linien im Blick.
Beides ist unerlässlich, wenn Zukunft nicht mehr einfach nur passieren soll. Genau dafür steht grüne Regierungspolitik: Wir nehmen die Zukunft selbst in die Hand.

Was wir in den 100 Tagen Regierungsverantwortung bewirkt haben, haben wir auf gruene.de zusammengetragen.

 

Antrag der Grünen beschlossen: Stadtentwicklungskonzept wird fortgeschrieben

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 24.02.2022)

Die Grünen haben zum Haushalt 20022 einen Antrag gestellt mit dem Ziel, die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger einzuleiten.

Das Stadtentwicklungskonzept stammt aus dem Jahr 2009. Es trug den Titel: “Stadtentwicklungsplan Asperg 2020“. Ziel war es, Mittel aus dem Landessanierungsprogramm zu erhalten. Der Plan wurde nie fortgeschrieben oder evaluiert. Die Mitwirkung der Bürgerschaft war nur durch einen Workshop gegeben.

Der Gemeinderat hat in einer Klausur am 9.11.2019 das Thema Stadtentwicklung (Wo steht Asperg 2035?) aufgegriffen und sich intensiv mit den Themen beschäftigt. Jetzt ist es an der Zeit, die Bürgerschaft an dem Konzept für die künftige Entwicklung von Asperg zu beteiligen.

Der Gemeinderat soll über eine aktive, moderierte Bürgerbeteiligung das Stadtentwicklungskonzept von 2009 mit einem neuen Zielhorizont fortschreiben. Die Ergebnisse der Klausur sollten dazu von Seiten des Gremiums eingebracht werden. Die Stadt hat mit dem Asperger Klima- und Energiekonzept (AKEK), dem Fußverkehrscheck, dem Radwegekonzept und der Bevölkerungsprognose weitere Strukturdaten, die in ein Stadtentwicklungskonzept 2035 zu integrieren wären.

Der Antrag wurde einhellig begrüßt und beschlossen. Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger auf, sich aktiv an der Fortschreibung zu beteiligen. In den Asperger Nachrichten wird sicher zu dem Zeitplan berichtet.

MK

Antrag zum Kommunalen Wärmeplan beschlossen

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 10.02.2022)

Keine Energiewende ohne Wärmewende. Und keine Wärmewende ohne Wärmeplanung. Denn die Transformation der Wärmeversorgung ist vieles gleichzeitig. Ein riesiges öffentliches Infrastrukturprojekt. Ein Gemeinschaftsprojekt aller Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer. Ein Technologiewandel. Und ein Wirtschaftsmotor. Um das alles zu vereinen, ist eine Gesamtstrategie notwendig, die von den Kommunen im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung entwickelt wird.

Etwa die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs wird für den Wärmesektor benötigt. Dies verdeutlicht, dass eine Energiewende nur im Zusammenhang mit einer Wärmewende erfolgreich sein kann. Die kommunale Wärmeplanung hat zum Ziel, Strategien für eine klimafreundliche und volkswirtschaftlich kostengünstige Wärmeversorgung zu entwickeln und umzusetzen. Dabei ist es wichtig, frühzeitig zu planen, damit im Bestand der Wärmeversorgung in den Gebäuden nicht durch eine Sanierung in Öl- oder Gasheizungen eine langfristige Entscheidung getroffen wird, die eine klimaneutrale Versorgung auf Jahrzehnte verhindert. Wärmenetze in Quartieren sind nur wirtschaftlich, wenn sie eine entsprechende Versorgung erreichen.

Mit dem Klimaschutzgesetz wurden die großen Kreisstädte dazu verpflichtet, bis Ende des Jahres 2023 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Das Förderprogramm „freiwillige kommunale Wärmeplanung in Landkreisen und Gemeinden“ soll alle übrigen Gemeinden motivieren und finanziell unterstützen, einen solchen Wärmeplan zu erstellen.

Die Fraktion hat daher zum Haushalt einen Antrag gestellt, für die freiwillige Wärmeplanung Födermittel beim Land zu beantragen. Gemeinden unter 20 TSD Einwohnern können die Planung freiwillig umsetzen, werden aber zu 80% gefördert.

Das AKEK weist den Wärmeplan ebenfalls aus, aber erst für das Jahr 2023 (frühestens). Bei Klimaschutz müssen wir schneller vorankommen, es bleiben nur noch wenige Jahre, um das 1,5, Grad Ziel erreichen zu können. Daher soll der Plan schon 2022 entwickelt werden.

Der Antrag wurde bei den Haushaltsberatungen diskutiert und beschlossen. Asperg stellt sich den Herausforderungen des Klimawandels durch konsequentes Handeln. Vielen Dank dafür.

 

Antrag der Grünen im Gemeinderat beschlossen: 50% Stelle für den Klimaschutz

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 03.02.2022)

Asperg hat den Klimaschutz als wichtiges Ziel definiert. Die Stadt hat den Klimaschutzpakt des Landes mit unterzeichnet. Darin verpflichten wir uns, bis 2040 annährend klimaneutral zu sein. In der Folge hat die Stadt einen Klimaschutzmanager eingestellt: Alexander Greschik. Im April 2020 hat er seine Arbeit in Asperg begonnen.

Letztes Jahr wurde das Asperger Kilma- und Energiekonzept (AKEK) erarbeitet und in mehreren Veranstaltungen mit der Bürgerschaft diskutiert und ergänzt. Nun stehen 90 Maßnahmen in dem Katalog. Wie soll das alles umgesetzt werden?

Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat daher zum Haushalt 2022 den Antrag gestellt:

"Die Verwaltung beantragt eine 50% Stelle für die “Klimaneutrale Verwaltung“ nach dem Förderprogramm des Landes".

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung des Klimaschutzes. Städte (wie Asperg) und Gemeinden, die den Klimaschutzpakt unterschrieben haben, können eine 50% Stelle für die Dauer von 3 Jahren (+ Option für weitere 2 Jahre) beantragen. Die Kosten der Stelle werden zu 65% gefördert. Eine begleitende Beratung und Sachkosten werden ebenfalls gefördert.

Der oder die “Beauftragte für die klimaneutrale Kommunalverwaltung“ soll die Klimaneutralität der Kommunalverwaltung (Liegenschaften, Fuhrpark, Wasserversorgung und Abwasser) bis 2040 erreichen.

Die von den Beauftragten zu bearbeitenden Aufgaben umfassen:

a) Bestandsaufnahme und Bilanzierung,

b) Entwicklung und Abstimmung eines zielkonformen Treibhausgas- Reduktionsfahrplans,

c) schrittweise Umsetzung der definierten Maßnahmen,

d) Dokumentation der Ergebnisse,

e) Aufbau und Durchführung eines Monitoringprozesses sowie

f) begleitende Überzeugungsarbeit, Abstimmungen, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

So wollen wir den Klimamanger unterstützen, denn ein einzelner Mitarbeiter kann in der Zeit, die uns noch bleibt, nicht alles schaffen, Die Anstrengungen zur Erreichung der Klimaneutralität müssen intensiviert werden.

 

Danksagung

An die Bürgerinnen und Bürger von Asperg

(veröffentlicht in den Asperger Nachrichten am 13.01.2022)

Seit fast zwei Jahren beschäftigt uns die Pandemie in Familie, Alltag und Beruf, wenn sie nicht gar unsere Gesundheit oder die unser Nächsten beeinträchtigt hat. Corona hat für viele von uns die Grundfesten des Lebens erschüttert: Ob im Seniorenheim oder in der Schule, ob im Einzelhandel oder in Restaurants und Cafés, im Home Office oder in der Werkstatt - nichts ist mehr wie vorher. Umso wichtiger ist, dass Aspergerinnen und Asperger in ihrer großen Mehrheit in dieser Zeit zusammengehalten haben. Sie haben in Würde und Anstand die vielen harten Maßnahmen gegen das Virus ertragen, und sind, wo möglich, über sich herausgewachsen. Manche haben bis nach Mitternacht Impftermine für ihre Mitbürger gebucht, als es keine Termine mehr zu geben schien. Andere haben dem Nachbarn in Quarantäne die Einkäufe erledigt. Wieder andere den Erfolg des jüngsten Impftages in der Stadthalle ermöglicht. Vor allem aber hat jede auf jeden und jeder auf jeden Rücksicht genommen: beim Einkauf, während der Busfahrt, beim Arztbesuch. Das nennt man Solidarität. Hier zeigt sich ein Geist von Respekt und Zivilität, den man gar nicht genug preisen kann. Dafür gebührt allen Aspergerinnen und Aspergern großer Dank. Möge uns das Neue Jahr diesen guten Geist erhalten!  

 

Ihre/Eure Bundestagsabgeordnete Sandra Detzer